Archiv: März 2019

Vermögenskonto – die Lösung für die private Altersvorsorge?

21.03.2019 | Vermögenskonto – die Lösung für die private Altersvorsorge?

In den USA und in Großbritannien ist die Idee seit Langem Realität: Jeder Bürger darf eine bestimmte Summe pro Jahr steuerfrei auf ein Vorsorge- bzw. Vermögenskonto einzahlen. Wie das Geld angelegt wird – ob beispielsweise in Rentenversicherungen, Fondssparplänen oder Anleihen –, entscheidet allein der Besitzer. Die US-Amerikaner horten bereits rund 14 Billionen Dollar auf derartigen Konten. Schon seit Anfang des Jahrtausends wird das Konzept auch in Deutschland diskutiert, doch dann kam erst einmal die Riester-Rente. Die SPD wollte dieser nicht das Wasser abgraben, indem eine weitere private Vorsorgeoption begünstigt wird. Nun unternimmt die FDP einen neuen Vorstoß. Nach ihren Vorstellungen soll jeder Bürger im Jahr 24.000 Euro steuerfrei auf ein Vorsorgekonto einzahlen dürfen. Auch die Grünen stehen der Idee prinzipiell positiv gegenüber, verlangen allerdings andere Rahmenbedingungen als die FDP, beispielweise eine staatlich gelenkte Verwaltung der Konten. Ohnehin befinden sich beide Parteien in der Opposition, was eine Realisierung des Vermögenskontos in absehbarer Zeit unwahrscheinlich macht. Zudem gilt in der deutschen Rentenpolitik der Grundsatz, dass auch das Langlebigkeitsrisiko abgesichert sein sollte. Daraus ergibt sich, dass der Erwerb zeitlich unbegrenzter Rentenansprüche im Vordergrund steht. Tatsache ist, das das überholte bismarksche Umlageverfahren der gesetzlichen Altersversorgung der Bürger in Deutschland schon lange einer umfassenden Reform bedarf. Alle Vorstöße zum kapitalgedeckten System wurden bisher politisch abgewürgt, oder nur halbherzig und kompliziert umgesetzt. Die Durchdringungsquoten bei den bisherigen kapitalgedeckten Lösungen wie Basisrente, Förderrente oder auch die betriebliche Altersvorsorge mit ihren verschiedenen Durchführungswegen, lassen allesamt zu wünschen übrig, Richtig rantrauen und die Systeme von grundauf zu renovieren, tut sich keines der politischen Lager. Ein Blick über die Grenzen der Republik wären seit langem überfällig und wäre sehr einfach. Beachtenswert sind z.B. die Leistungen der Norweger mit ihrem hochrentablen sogar nachhaltig umd Umwelt bedachten Staatsfonds.    
> weiterlesen
Studie sieht weitere drei Jahre Wachstum für die USA voraus

04.03.2019 | Studie sieht weitere drei Jahre Wachstum für die USA voraus

Das Wohl und Wehe der europäischen Konjunktur hängt nach wie vor zu einem großen Teil von der US-Wirtschaft ab. Diese wird momentan von vielen Experten in einer Spätphase des Konjunkturzyklus gesehen – also kurz vor einem Absturz. Die Wirtschaftspolitik der derzeitigen Regierung trägt bekanntermaßen nicht zu einer Beruhigung der Pessimisten bei, denn noch immer schwelen große Handelskonflikte mit China und auch mit der EU. Eine Studie von J.P. Morgan gibt nun jedoch partiell Entwarnung: Erst ab dem dritten Quartal 2022 steigt ihr zufolge die Wahrscheinlichkeit eines Abschwungs in den USA auf über 50 Prozent. Die Analysten haben festgestellt, dass die Aufwärtsphasen in den letzten Jahrzehnten immer länger geworden sind. Zugleich wurden die Abschwünge schwächer. Die Studienautoren gehen davon aus, dass der nächste Konjunktureinbruch lediglich eine Rezession von rund 1,4 Prozent mit sich bringt. Im Gegenzug sei aber auch beim dann folgenden Aufschwung weniger Dynamik zu erwarten als früher. So könne sich das Plus in den ersten drei Jahren nach Beginn des nächsten Aufschwungs auf vergleichsweise bescheidene 7 Prozent summieren.
> weiterlesen
Seite 1 von 1

Diese Seite teilen